Stil und Themen der Kunst

Stilleben

Den Großteil des Werkes von Marijan Vojska bilden Stilleben.

Der Künstler versteht seine Arbeiten als Werke der surrealen Welt.

Elemente von Landschaften sind in seinen Werken lediglich symbolisch vertreten: Als zu Gegenständen manifestiere Elemente einer surrealen Realität, die Materielles und Immaterielles strikt voneinander trennt.

Insofern es sich nicht um Portraits handelt, und bis auf wenige Ausnahmen, sind Lebewesen mit Landschaft und Gegenständen gleichwertige Bestandteile einer Komposition.

Damit gibt der Künstler dem Betrachter die Hoheit über die Wahrnehmung des immateriellen Anteils des Dargestellten und dargestellter Figuren.

Ein Bild ist ein Bild und damit ein Gegenstand der in Beziehung zu seinem Betrachter seine Wirkung entfaltet. Die Wirkung des Bildes liegt jedoch nicht in dem Bild, sondern bei dem Betrachter.

Portrait

Ganz im Gegensatz zu seiner freien Malerei surrealer Welten stehen die von ihm geschaffenen Portraits.

Auch wenn Diese hin und wieder in eine surreale Umgebung eingebettet sind, zeigen die dort dargestellten Menschen ihre Persönlichkeit deutlich.

Hier erfüllt der Künstler seine Figuren mit dem Anteil von Wesen, den er ihnen in seinen Stilleben vorenthält.

Subtil und im Detail bezieht der Künstler sein Modell in eine Umgebung ein und verschmilzt beide zu einem gemeinsamen Ausdruck.

Gegenstände und Strukturen des Hinter- oder Vordergrunds sind keine Dekoration, sondern ein Mittel dieses Ausdrucks.

Als maßgeblichen Bestandteil des entstehenden Bildes betrachtet Prof. Vojska häufig die Hände der von ihm porträtierten Personen. Oftmals bilden sie den Mittelpunkt oder den Standpunkt des späteren Bildes auf dem sich die Darstellung erhebt.

Dabei unterstreicht und bestätigt die Darstellung der Hände den Charakter und das Wesens der dargestellten Person.

Als Maler von Portraits überlässt Prof. Vojska nichts dem Zufall und entfernt sich damit weit von Expressionismus und Impressionismus. Andererseits lässt er dem Gemälde und der Farbe dennoch soviel Freiraum, dass dem Betrachter eine individuelle Wahrnehmung des Bildes möglich ist.

Die Radierungen der Mappe 'Babylon'

Die Mappe Babylon entstand im Jahr 1972, in einer Auflage von 50 Stück mit fünf Radierungen und auf einer Plattengröße von 25 mal 30 Zentimetern.

Angeregt durch den biblischen Mythos 'Babylon' stellt Marijan Vojska in diesen Arbeiten bereits 1972 die Frage nach Zusammenhang und Bedeutung von kultureller Vielfalt, Körperkultur, Eitelkeit und Einigkeit.

Nicht nur inhaltlich regen diese Blätter zum Nachdenken an, sondern auch technisch sind sie bemerkenswert, da sie eine Brücke von der alt meisterlichen Technik des Kupferstichs zur modernen Aqua Tinta Radierung darstellen.